Mastitis bei der Kuh

Leidet eine Kuh an Mastitis, wirkt sich das besonders stark auf die Wirtschaftlichkeit aus, und häufig erkranken mehrere Tiere einer Herde. In der Regel kommen verschiedene Faktoren zusammen, bevor eine Euterentzündung entsteht. Diese Faktoren beeinflussen die Schwere und den Verlauf der Entzündung. Man spricht bei einer Mastitis bei Kühen von einer Faktorenkrankheit.

Kuhassoziierte Faktoren

Manche Tiere sind genetisch bedingt anfälliger für eine Mastitis. Aber auch anatomische Gegebenheiten, Zitzenverletzungen oder das Alter der Tiere haben Einfluss auf die Erkrankung.

Erregerassoziierte Faktoren

Entscheidend ist hier, welche Erreger in welcher Konzentration in der Umwelt des Tieres vorkommen. Es gibt ansteckende Erreger, die vor allem während des Melkens von einer Kuh auf die andere übertragen werden. Hierzu zählen Str. agalactiae, Str. dysgalacitae und S. aureus. Infektionen mit Mastitiserregern dauern oft Wochen bis Monate, und das klinische Stadium geht häufig in das subklinische über, oder die Infektion verläuft nur subklinisch.

Neben den ansteckenden Erregern gibt es sogenannte Umwelterreger, wie koliforme Keime (z.B. E.coli), Enterokokken und Str. uberis, die ständig in der Umwelt der Tiere vorkommen. Gefährlich werden diese aber erst, wenn die natürliche Widerstandskraft des Tiers herabgesetzt oder der Keimdruck zu hoch wird. Kühe mit Mastitiden, die durch Umweltkeime hervorgerufen werden, fallen weniger durch eine erhöhte Zellzahl sondern mehr durch klinische Symptome auf.

Umweltbedingte Faktoren

Einen starken Einfluss auf eine Euterentzündung hat die Umwelt eines Tieres. Gefährlich wird es immer dann, wenn Kühe Stress haben, zum Beispiel wenn das Futter umgestellt wird oder Mängel aufweist, wenn der Stall überbelegt ist oder das Stallklima schlecht ist. Das hat nämlich negativen Einfluss auf das Wohlbefinden und das Immunsystem der Tiere. Aber auch andere negative Umwelteinflüsse, wie Stall- und Melkhygiene oder eine falsch eingestellte Melkanlage können zur Entstehung einer Mastitis beitragen.

Subklinische Mastitis

Eine Kuh mit subklinischer Mastitis weist äußerlich keinerlei Symptome auf, das heißt sowohl das Euter als auch die Milch sind unverändert. Bei einer Milchleistungsprüfung fallen entsprechende Kühe durch eine erhöhte Zellzahl auf (>250.000 Zellen/ml Milch), und außerdem können in einer bakteriologischen Untersuchung Erreger nachgewiesen werden.

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Chronische Mastitis

Eine chronische Mastitis kann aus einer subklinischen oder auch aus einer erfolglos behandelten akuten Erkrankung entstehen. Das Allgemeinbefinden einer Kuh mit chronischer Euterentzündung ist unauffällig, im Drüsengewebe sind aber häufig knotige oder strangartige Verhärtungen zu spüren. Dauert die Erkrankung länger an, kommt es zum Gewebeschwund und die Milchleistung reduziert sich. Von Zeit zu Zeit befinden sich Eiterflocken in der Milch.

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Akute Mastitis

Vor während Stresssituationen sind Kühe empfänglich für eine akute Mastitis. Stress tritt häufig bei Veränderungen auf, also wenn das Futter umgestellt wird, der Klauenpfleger da war oder die Gruppen umgestellt werden. Negativen Einfluss auf den Wohlfühlfaktor der Tiere haben natürlich auch negative Haltungsbedingungen. Eine akute Euterentzündung entwickelt sich häufig aus einer chronischen oder subklinischen Mastitis. Das erkrankte Euterviertel ist spürbar warm, leicht gerötet und schmerzempfindlich. Auch steigt die Körpertemperatur des Tieres an und die Milchleistung geht zurück.

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Quelle: Buiatrik Band 1, Euterkrankheiten, Geburtshilfe und Gynäkologie, Andrologie und Besamung, Eberhard Grunert; Verlag M. & H. Schaper